Sportliche Erfolge und Einsatz für die Allgemeinheit

         Jahresschlussfeier der Gemeinde – Ehrungen für Bestleistungen und großes Engagement

 

 

Anlässlich der Jahresschlussfeier der Gemeinde Salching, fand  am Mittwochabend in der Pfarrkirche Oberpiebing für die verstorbenen Bürgermeister, Gemeinderäte und Mitarbeiter ein Gottesdienst statt, den Pfarrer Dr.Raphael Mabaka in Konzelebration mit seinem Vorgänger Pfarrer Werner Gallmeier feierte. Es sang der Männerchor unter der Leitung von Alfons Prasch. Bei der anschließenden Feier im Gasthaus Hollermeier wurden sportliche Bestleistungen und persönliches Engagement für die Allgemeinheit durch die Gemeinde gewürdigt. Dazu eingeladen waren neben den Mitgliedern des Gemeinderates die Mitarbeiter der Gemeinde von Schule, Kindertagesstätte und Feuerwehr, des Bauhofes, des Wertstoffhofes und der Verwaltung mit Partner. Als Gäste mit dabei waren Pfarrer Dr.Raphael Mabaka, Pfarrer i.R.Ludwig Bumes und Pfarrer Werner Gallmeier. Mit einem Blumenstrauß gratulierte zum Beginn Bürgermeister Franz Richter der Erzieherin Gabi Kellermeyer für ihre 20-jährige Tätigkeit im Kindergarten der Gemeinde.

Seit drei Jahren gehört die heute 14-jährige Jenniver Neumeier zu den sportlichen Aushängeschildern in der Gemeinde. So hat sie in diesem Jahr bei der Bayerischen Meisterschaft in der Karate-Variante Kumite und Kata den zweiten Platz erreicht. Ihr Sportskollege Herbert Getin, 15 Jahre alt, belegte bei der Bayerischen Meisterschaft in der gleichen Sportdisziplin den ersten Platz. Dafür gab es von der Gemeinde eine Urkunde und einen Geldpreis. Beide Sportler sind Mitglied im Karate-Do Club Straubing. Mit dem Weggang von Pfarrer Werner Gallmeier aus der hiesigen Pfarrei, hat auch Pfarrsekretärin Sigrid Müller die Pfarrei verlassen. Gemeinderat Franz Dünstl richtete in seiner Laudatio noch einmal einen Blick auf eine Frau, die sich durch ihr Engagement in vielen Bereichen die Wertschätzung aller Gemeindebürger erworben hat. Als Leiterin der Pfarrbriefredaktion, so Dünstl, habe Sigrid Müller den „Kirchen- und Gemeindeboten“ im Laufe der Zeit, über die Gottesdienstordnung hinaus, zu einer Pflichtlektüre für alle am Dorfleben Interessierten gemacht. Sie habe ihr Wissen weitergegeben und kreativ eingesetzt bei  Kleinkindergottesdiensten, Kindersingspielen und Krippenspielen, als Lektorin und Kommunionhelferin. 20 Jahre war sie im Pfarrgemeinderat und habe auch im Führungskreis des KDFB-Zweigvereins Oberpiebing-Salching mitgewirkt. Ihr Talent als Laiendarstellerin kam in  verschiedenen Rollen bei der Aitrachtaler Theatergruppe zum Ausdruck. Im Namen der Gemeinde überreichte ihr Bürgermeister Richter die Ehrennadel der Gemeinde in Silber. Bei der Laudatio auf Pfarrer Werner Gallmeier brachte Dünstl zuerst einen Auszug aus der Vita des Pfarrers und ging dann auf das 26-jährige Wirken Gallmeiers in der Pfarrei und der Gemeinde ein. 583 Taufen; 609 Erstkommunionkinder, 355 Firmlinge, 168 Trauungen und 372 Beerdigungen stünden hier zu Buche. Eine deutliche Sprache sprächen auch die Baumaßnahmen in dieser Zeit, nämlich insgesamt ein Dutzend Kirchenrenovierungen und Neubauten. Die Feier von zwei Primizen seien allen noch gut in Erinnerung. Unvergesslich auch die Indiofeste und des Pfarrers 25-jähriges Priesterjubiläum. Für die stets gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Salching und den Ortsvereinen, sowie seinem Wirken als umsichtiger Seelsorger, verlieh der Bürgermeister dem ehemaligen Pfarrherrn  Werner Gallmeier die Ehrennadel der Gemeinde in Gold. Aufgabe des Laudators Gemeinderat Peter Retzer war es dann, die Verdienste von drei ehemaligen Gemeinderatskollegen zu würdigen. Josef Westermeier (71 Jahre) gehörte 24 Jahre dem Gemeinderat an, davon sechs Jahre als dritter Bürgermeister. 40 Jahre war er aktiver Feuerwehrmann, davon sechs Jahre zweiter und 12 Jahre erster Kommandant. 17 Jahre war er Vorsitzender der FFW Salching. Über 25 Jahre sei Westermeier Kirchenpfleger. Bürgermeister Richter überreichte Westermeier die Ehrennadel der Gemeinde in Gold. Der nächste zu Ehrende war Josef Weinzierl (72 Jahre). 24 Jahre war Weinzierl Mitglied des Gemeinderats. Wie Laudator Retzer weiter ausführte, habe Weinzierl als Schulbusfahrer inn32 Jahren die Kinder in der Gemeinde unfallfrei zur Schule und zum Kindergarten transportiert. Weinzierl sei Mitglied in den meisten Ortsvereinen. Zehn Jahre war er aktives Mitglied bei der FFW Oberpiebing. Sein Engagement würdigte Bürgermeister Richter mit der Ehrennadel der Gemeinde in Gold.   

„Heinrich Schütz aus Piering, 71 Jahre alt, ist ein Landwirt mit Leib und Seele“, machte Laudator Retzer deutlich. 56 Lehrlinge erlernten auf dem Schütz-Hof den Beruf des Landwirts. 34 Jahre war Schütz im Prüfungsausschuss der Landwirtschaftlichen Berufsschule, davon acht Jahre Vorsitzender. Er wurde dafür mit der Bayerischen Staatsmedaille geehrt und zusammen mit seiner Frau Hildegard  vom Verein für Landwirtschaft mit der Silbernen Ähre ausgezeichnet. Schütz  war vier Jahre ehrenamtlicher Richter beim Amtsgericht Straubing. In seiner Gemeinde engagierte sich Schütz bei der FFW, der er 40 Jahre angehörte. Er war Mitglied beim Elternbeirat der Schule und bei der Kirchenverwaltung. 30 Jahre gehörte Schütz dem Gemeinderat an, davon sechs Jahre als zweiter Bürgermeister. 24 Jahre vertrat Schütz die Gemeinde im Wasserzweckverband. Die goldene Ehrennadel der Gemeinde war die nachträgliche Würdigung der Gemeinde für die Lebensleistung eines engagierten Gemeindebürgers.

Der Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft  Günter Stephan richtete, nach einem kurzen Rückblick, in seiner Ansprache den Blick in die Zukunft. Er stellte dabei fest, dass wir einen deutlichen Verlust an jungen Menschen haben werden, während die Älteren, die aus dem Arbeitsleben ausscheiden, zunehmen werden. Ein Auftrag werde deshalb lauten, wie bekommen wir junge Menschen nach ihrer Ausbildung, ihrem Studium wieder in unsere Gemeinde zurück? Weiter stelle sich die Frage, welche Zukunftsinvestitionen seien erforderlich für Betreuungs- und Bildungseinrichtungen? Welche Investitionen seien im Seniorenbereich notwendig? Ein weiterer Punkt betrifft die zukünftige Gestaltung  der Gemeindeverwaltung. Hier sei geplant, im Zuge einer interkommunalen Zusammenarbeit mit sieben Landkreisgemeinden, eine ILE-Gemeinschaft zu gründen. Nach diesen Gedanken in die Zukunft bedankte sich Stephan bei den örtlichen Mandatsträgern für ihr bisheriges Engagement. „Haben sie den Mut, gemeinwohlorientierte Beschlüsse zu fassen – die Bürger danken es Ihnen“, schloss der Verwaltungschef seine Ansprache. Am Ende der Feier dankte  Bürgermeister Richter allen Gemeindebürgern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, für gute Vorschläge und auch für sachliche Kritik. Sein Dank richtete sich auch an die Mitarbeiter in der Gemeinde und ihren Einrichtungen, sowie an die Pfarrei und die Vereine und  dem Gemeinderat mit zweiten Bürgermeister Thomas Rott und dritten Bürgermeister Gerolf Weinzierl.

 

Foto: Die für sportliche Leistungen und ehrenamtliches Engagement von der Gemeinde Geehrten mit  Bürgermeister Franz Richter und Pfarrer Werner Gallmeier (von links), sowie Geschäftsstellenleiter Günter Stephan (rechts).