„366 Blätter mit allen Möglichkeiten“

                   Ausblick und Rückblick beim Neujahrsempfang – Gemeinde schuldenfrei

  

Zum 19. Neujahrsempfang luden die Gemeinde Salching und die Pfarrei Oberpiebing-Salching die Gemeindebürger am Neujahrstag ins Gasthaus Hollermeier ein. Es ist Tradition, dass dabei die Vertreter der Gemeinde, der kirchlichen Gremien, sowie der Vereine die Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch über das vergangene Jahr und einen Ausblick auf die kommenden Monate nutzen. Auch Bürgermeister Franz Richter machte bei seiner Ansprache deutlich, dass der Jahreswechsel ein guter Zeitpunkt sei, um Bilanz zu ziehen und einen Blick nach vorne zu werfen. Zur allgemeinen Situation der Gemeinde, hielt sich der Bürgermeister an seine Ausführungen bei der Jahresschlussfeier der Gemeinde, wo er das Resümee gezogen hatte, die Gemeinde sei weiterhin schuldenfrei und befinde sich in ihrer Entwicklung auf einem guten Weg. Vom neuen Jahr, so der Bürgermeister, falle zunächst auf, dass es 366 Tage beinhalte. 366 unbeschriebene Blätter, in denen alle Möglichkeiten des Lebens verborgen sein können. Die Chancen für eine glückliche Zukunft seien jedoch nicht für alle gleich. So werde zum Beispiel der Kranke, der Arbeitslose oder der von der Gesellschaft Ausgestoßene mit dem Schicksal hadern. Trotzdem sollten wir einen Neuanfang wagen. Dabei werde unser Leben immer von  zwei Blickwinkeln bestimmt. Der eine von außen nach innen. Das heißt: Dinge, die um uns herum geschehen, auf die wir keinen Einfluss haben, wirken sich unmittelbar auf uns aus. So seien wir beispielsweise machtlos beim Tode eines nahen Angehörigen. Beim Blickwinkel von innen nach außen seien wir herausgefordert beziehungsweise unsere Kreativität gefragt. Deshalb liege es an uns, wie wir mit den Anforderungen des Lebens umgehen. „Wir können die Kalenderblätter des neuen Jahres beschreiben lassen, wir können sie aber auch selber beschreiben“, meinte der Bürgermeister. Mit guten Wünschen für das neue Jahr, beendete der Bürgermeister seine Ansprache. Für den neuen Seelsorger Pfarrer Dr. Raphael Mabaka, der vor vier Monaten die Pfarrei Oberpiebing-Salching übernommen hat, war dies der erste Neujahrsempfang in seinem neuen Wirkungskreis. Demzufolge könne er über das Leben in der Gemeinde und Pfarrei noch keine Aussage machen, sagte der Pfarrer. Nach dem herzlichen Empfang bei seinem Amtsantritt, freue er sich auf ein gutes Miteinander. Im Zusammenhang mit seiner Einsetzung als neuen Seelsorger in der Gäubodenpfarrei sagte Dr. Mabaka, Wechsel tue gut, es könne nicht immer so bleiben wie es früher war. Neue Ideen sorgen auch in Zukunft für eine lebendige Pfarrgemeinde. Eine Neuerung werde sein, dass  das Zentrum der Indiohilfe Ecuador  von Oberpiebing nach Stallwang (Amtssitz von Pfarrer Werner Gallmeier) verlegt wird. Er, Mabaka, wolle von hier aus aktiv die Hilfe zur Selbsthilfe in Afrika beziehungsweise Länder der dritten Welt unterstützen. Diese Länder müssen einmal auf eigenen Beinen stehen, weil sie sonst keine Überlebenschance hätten. Das Konzept dazu lautet: „Die Empfängermentalität dieser Länder brechen.“ Zum Schluss kündigte der Pfarrherr  an, dass noch im Januar   mit der Grundrenovierung des Pfarrhauses in Oberpiebing begonnen werde. Für das neue Jahr wünschte Pfarrer Dr. Mabaka allen Gottes Segen, Gesundheit und Zufriedenheit.