Bürgermeister stand Rede und Antwort - Entwicklung der Gemeinde – Kommunalpolitik aus erster Hand – Bürgerversammlung (15.11.2017)

Bürgerversammlung Salching

Bürgerversammlung am 15.11.2017

Salching. (jb) Kommunalpolitik aus erster Hand erwartete die rund 100 Besucher bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend in der Mehrzweckhalle Salching. Für Bürgermeister Alfons Neumeier war es das vierte Mal, seit seinem Amtsantritt 2014, dass er vor der versammelten Bürgerschaft über die Entwicklung der Gemeinde Salching Rede und Antwort stand.


Zum Beginn erläuterte Neumeier die neuen Richtlinien über die Verleihung der Bürgermedaille. Auch die Zuschuss-Richtlinien für freiwillige Leistungen der Gemeinde an Vereine und kirchliche Einrichtungen wurden neu gefasst. Dann ging es um die Struktur der Gemeinde Salching. Danach haben 2 727 Menschen in der Gemeinde ihren Wohnsitz. Das Haushaltsvolumen für das laufende Jahr weise mit rund 12,5 Millionen Euro einen Rekordhaushalt auf. Der Verwaltungshaushalt betrage fünf Millionen und der Vermögenshaushalt 7,5 Millionen Euro.Der Rücklagenstand betrage zum Ende des Jahres zwei Millionen Euro. Nach wie vor sei die Gemeinde schuldenfrei. Bei den Umlagen sei die Kreisumlage mit 1,5 Millionen Euro der dickste Brocken, gefolgt von der VG-Umlage mit rund 408 000 Euro und der Gewerbesteuerumlage mit rund 280 000 Euro.Die wichtigsten Einnahmen ergeben sich aus dem Anteil der Einkommensteuer mit 1,5 Millionen Euro, der Gewerbesteuer mit 1,4 Millionen Euro, der Grundsteuer B mit 285 000 Euro, dem Anteil der Umsatzsteuer mit 142 000 Euro, dem Einkommensteuerersatz mit 118 000, der Grundsteuer A mit 54 700 Euro und dem Straßenunterhaltungszuschuss mit ebenfalls 54 700 Euro. Die Kosten für die Archäologie in den Baugebieten der Gemeinde belaufen sich auf über eine halbe Million Euro. Die Kindertagesstätte Sankt Nikolaus der Gemeinde besuchen 71 Kindergartenkinder und 30 Krippenkinder. Die Grundschule besuchen gegenwärtig 81 Kinder, 46 seien für die offene Ganztagsschule angemeldet. Die Mittelschule Leiblfing besuchen sechs Kinder, die Kosten hierfür seien auf rund 35 000 Euro angesetzt.
Neues Fahrzeug in Planung

Die Ausgaben für die Feuerwehren in der Gemeinde betragen für Salching rund 31 000 Euro (ein neues Löschfahrzeug LF 20 ist in der Planung) und für Oberpiebing rund 19 000 Euro. Neu sei in der Gemeinde die Einrichtung einer Elektrotankstelle. Hier betragen die laufenden Betriebskosten 800 Euro. Bei der Kläranlage schlagen die Kosten für den Sachaufwand mit knapp 100 000 Euro zu Buche, die Investitionskosten betragen etwa 240 000 Euro und die Betriebskosten knapp 50 000 Euro. An Einnahmen werden erwartet: Kanalbenutzungsgebühren 270 000 Euro und Herstellungsbeiträge in Höhe von rund 14 0000 Euro. Kürzlich wurde durch den Zweckverband Abfallwirtschaft Straubing in Salching ein neuer Wertstoffhof in Betrieb genommen.Die Friedhöfe in Salching und Oberpiebing erfordern Ausgaben in Höhe von rund 13 500 Euro, die Einnahmen betragen rund 11 700 Euro; hier wird eine Anhebung der Gebühren erwartet. Der Breitbandausbau in den Außenbereichen, nach dem Bayerischen Förderprogramm, erfordere Gesamtkosten von 517 700 Euro. WLAN-Hotspots gebe es in Salching und Oberpiebing. Die Gesamtkosten für das Radfahrwegenetz betragen rund 590 000 Euro. Mit 22 000 Euro beteiligt sich die Gemeinde an der Errichtung eines Bewegungsparcours in der Aiterachaue, zusammen mit der Gemeinde Aiterhofen. Bei der Dorferneuerung in Salching stehe das Zweckgebäude Am Reichenederhof, Kostenpunkt 2,2 Millionen Euro, vor der Fertigstellung. Der Schaugarten bei der Aiterachbrücke koste rund 160 000 und die Renovierung der Kapelle bei der Grundschule 15700 Euro.
Unruhe und Vandalismus

Bei der Dorferneuerung Oberpiebing belaufen sich die Kosten für das Kirchenumfeld und den Pavillon mit öffentlichem WC auf rund 460 000 Euro. Die Neugestaltung der Dorfmitte vom Kirchplatz bis zum Dorfgemeinschaftshaus sei bereits geplant. Bezüglich der sozialen Einrichtungen hob Neumeier die Stelle des Sozial- und Kulturreferenten in der Gemeinde hervor sowie die Nachbarschaftshilfe, den Helferkreis Asyl (ruht zurzeit), die Caritas-Beratungsstelle sowie die Senioren- und Jugendbeauftragten. Im Zusammenhang mit den archäologischen Ausgrabungen in den Baugebieten der Gemeinde wies der Bürgermeister auf den Ausstellungsraum im Bürgerhaus hin, wo die Geschichte Salchings erlebbar gemacht werde.Nicht alles läuft zur Zufriedenheit des Bürgermeisters in der Gemeinde. So beklagte sich Neumeier über anonyme Zuschriften, allgemeine Ruhestörungen und Vandalismus. Deshalb mahnte er mehr Rücksichtnahme an, „Damit sich alle Bürger in ihrer Gemeinde wohlfühlen und gerne hier wohnen.“

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