„Mit euch bin ich Mensch“ (10.10.2017)

PriesterjubiläumPfarrer Mabaka

Bischöflich geistlicher Rat Pfarrer Dr. Raphael Mabaka und Bischöflich geistlicher Rat Pfarrer i. R. Ludwig Bumes bei der Liturgiefeier am Altar. (Foto: jb)

Pfar­rer Ra­pha­el Ma­ba­ka fei­er­te 40-jäh­ri­ges Pries­ter­ju­bi­lä­um

Oberpiebing/Salching. (jb) Die flotte Marschmusik der Blaskapelle Donautal ließ die grauen Regenwolken vergessen, die über Oberpiebing standen, als Pfarrer Dr. Raphael Mabaka, Pfarrei Oberpiebing-Salching, von Pfarrer i.R. Ludwig Bumes, den Ministranten, den kirchlichen Gremien, einer Abordnung der Gemeinde Salching und den Fahnenabordnungen der Ortsvereine, am Sonntagvormittag vom Pfarrhof zur Pfarrkirche begleitet wurde, um bei einem Festgottesdienst mit der Pfarrgemeinde das 40-jährige Priesterjubiläum zu feiern. Musikalisch gestaltet wurde die Messfeier vom Kirchenchor unter der Leitung von Wolfgang Krinner und dem Saitenquartett Bindl, an der Orgel Gerhard Schormann.
Die Festpredigt hielt Pfarrer Ludwig Bumes. Dieser wandte sich direkt an den Jubilar. „Vor 40 Jahren hast Du, lieber Raphael, in Deinem Geburtsort Mbumba Deinem Bischof in der Diözese Boma in der Volksrepublik Kongo diese Zusage gemacht: Ad sum! Ich bin bereit! 1991 bist Du nach Europa aufgebrochen, in die Diözese Eichstätt. In die Diözese Regensburg bist Du 1997 gekommen. Dein Bischof hat Dich freigestellt, um den „Weißen“ Gottes Wort zu verkünden, sie im Glauben zu unterrichten. Um in Kemnath, in Marktleuthen und jetzt in Oberpiebing-Salching das Feuer des Glaubens weiterzugeben.“
Wie werden sie mich aufnehmen?

Was mag da in einem Afrikaner vor sich gegangen sein? Seine Gedanken: Ich gehe nach Europa, da herrscht Priestermangel. Wie werden sie mich aufnehmen, wie mich annehmen, mich akzeptieren? Anders schon die Hautfarbe, anders auch das Denken. Er spricht die Menschen mit ihrem Taufnamen an.Sein Lächeln gilt vor allem den Kindern, sie sind ihm ans Herz gewachsen – mit Euch bin ich Mensch. Sein Priestersein gilt allen, die ihn brauchen, den Gesunden und den Kranken, den Neugeborenen und den Sterbenden, den Kindern und den Senioren. Wie werde die Zukunft um die Priester in den Pfarrgemeinden und die Seelsorge bestellt sein? Braucht es in Zukunft überhaupt noch flächendeckend Priester, wenn der Besuch der Gottesdienste immer weniger wird? Sind wir Priester heute Nachlassverwalter von sterbenden Gemeinden und einer Botschaft, die scheinbar niemand mehr hören will und niemand mehr braucht? Heute, bei der Feier des 40. Priesterjubiläums, wollen wir eine Antwort geben: „An uns soll es nicht liegen. Du kannst mit uns rechnen. Wir stehen an Deiner Seite. Du bist nicht umsonst nach Oberpiebing-Salching gekommen“, schloss Pfarrer Bumes.
Gutschein für Spiele der Straubing-Tigers

Kirchenpfleger Rudi Englberger überbrachte die Glück- und Segenswünsche der Pfarrei zum Priesterjubiläum. Als Dank und Anerkennung überreichte er dem Jubelpriester eine Dankurkunde, einen Gutschein für einige Spiele der Straubing-Tigers gab es obendrein. Die Sprecherin des Pfarrgemeinderates Dagmar Genau überraschte Mabaka mit einem eigenen Gedicht, wo es unter anderem hieß: „Wir wünschen Ihnen ein bisschen Sonne, ein bisschen Glück, ein bisschen Freude, ein gutes Geschick, eine Menge Freundschaft und genug Geld, was so ein Mensch braucht auf dieser Welt.“ 40 Blumen zu einem Strauß gebunden, sollten 40 lächelnde Gesichter symbolisieren. Zum Schluss überbrachte Bianca Feldmeier mit einem Geschenk die Glückwünsche der Ministranten.

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