Sich im Sog der Stadt Straubing behauptet (26.11.2018)

Sich im Sog der Stadt Straubing behauptet (26.11.2018)

v.l.: stellv. Geschäftsstellenleiter Armin Hrubey, Landrat a.D. Alfred Reisinger, Geschätsstellenleiter Günter Stephan, Bürgermeister Salching Alfons Neumeier, 3. Bgm. Salching Thomas Rott, Bürgermeister Aiterhofen Manfred Krä, ehem. Geschäftsstellenleiter Rolf-Dieter Pfeilschifter, 2. Bgm. Aiterhofen Adalbert Hösl, 2. Bgm. Salching Gerolf Weinzierl

Am Donnerstag haben sich die Bürgermeister und Gemeinderäte der beiden Mitgliedsgemeinden Aiterhofen und Salching, sowie die Mitarbeiter der gemeinsamen Verwaltung, im Bürgerhaus Geltolfing zu einem Festabend getroffen, um das 40-jährige Bestehen der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Aiterhofen zu feiern. Dabei gab es auch ein Wiedersehen mit ehemaligen VG-Räten.

Ein Instrumentalensemble der Kreismusikschule, in der Besetzung Dorothea Scheidling, Lisa Käufl und Mathilda Räß Harfe, sowie Stefanie Bartl und Andreas Friedländer Klarinette, verpasste der Veranstaltung einen passenden musikalischen Rahmen.Der Gemeinschaftsvorsitzende, Bürgermeister Manfred Krä, blickte in seiner Festrede auf die Zeit der Gründung zurück, während derer in Bayern die Gebietsreform in vollem Gange war. Auch im Raum um Straubing wurde die Reform nicht von allen Bürgern mit Wohlwollen begleitet. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof begründete damals die Bildung der VG Aiterhofen, Salching und Feldkirchen mit einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit der einzelnen Gemeinden, was notwendig wäre, um sich im Sog der nahen Stadt Straubing mit ihrem vielfältigen Angebot an infrastrukturellen Einrichtungen behaupten zu können. Als Sitz der VG wurde Aiterhofen bestimmt und auch der Name richtete sich nach der einwohnerstärksten Mitgliedsgemeinde. Zum ersten Vorsitzenden der VG wurde der Aiterhofener Bürgermeister Erwin Rohrmeier gewählt, sein Vertreter war Bürgermeister Erwin Urban Feldkirchen. Verwaltungsoberinspektor Rolf-Dieter Pfeilschifter wurde zum Geschäftsführer bestimmt.

Ausscheiden der Gemeinde Feldkirchen

Nach dem überraschenden Tod von Urban wurde Bürgermeister Ludwig Altschäffl, Feldkirchen, zum Nachfolger bestimmt, der das Ausscheiden Feldkirchens 1979 aus der VG einleitete. Das hatte zur Folge, dass Bürgermeister Albert Pöschl, Salching, stellvertretender VG-Chef wurde. Eine wichtige Maßnahme war Kräs Worten zufolge 1981 die Einrichtung eines gemeinsamen Bauhofes. 1990 bekam Salching einen eigenen Bauhof. Die ersten Jahre nach der Gründung der VG gab es in den beiden Gemeinden viel zu tun – von Kanalbaumaßnahmen über die Sanierung und der Ausbau von Schulen und Kindergärten bis hin zur Ausweisung von neuen Wohnbaugebieten sowie Industrie- und Gewerbeflächen. Heute habe die VG mit insgesamt 5 900 Einwohnern Stadtniveau erreicht.

Rückblickend betrachtet „eine richtige Entscheidung“

Seit inzwischen sechs Jahren gehöre die VG Aiterhofen der ILE Gäuboden an, fuhr Krä fort, und würdigte alle Mitarbeiter in der Verwaltung, besonders Geschäftsstellenleiter Günter Stephan und seinen Stellvertreter Armin Hrubey für die geleisteten Dienste. „Wenn es auch bei der Gründung der VG viele Kritiker und Bedenkenträger gab, so können wir nach 40 Jahren rückblickend feststellen, dass dies damals eine richtige Entscheidung war und die VG Aiterhofen mit berechtigtem Stolz als ein Erfolgsmodell bezeichnet werden kann“, sagte Krä zum Schluss.Das bestätigte auch der stellvertretende VG-Vorsitzende Bürgermeister Alfons Neumeier. Die erfolgreiche Entwicklung der beiden Gemeinden beruhe nicht zuletzt auf dem guten Miteinander, auch im menschlichen Bereich. „Deshalb sind wir auf einem guten Weg.“Als letzter Redner berichtete Geschäftsstellenleiter Günter Stephan vom Aufbau und der Entwicklung der gemeinsamen Verwaltung. Der Aufgabenbereich war ehedem im Kern der gleiche wie heute, die Voraussetzungen der Arbeitsabwicklung haben sich jedoch grundlegend geändert. Zum Beginn wurden Computer als reine Werkzeuge zur Arbeitserleichterung angesehen. In der Folgezeit kam die zentrale bayernweite Datenspeicherung hinzu. Aber auch die Verwaltung als Anlaufstelle für die Bürger habe beileibe nicht ausgedient. Die kommende Zeit brauche, um zukunftsfähig zu sein, eine leistungsfähige Infrastruktur und vor allem innovative Menschen, die Verantwortung übernehmen, sowohl im Bereich der Politik wie in der Verwaltung. „Nur gemeinsam und hoch motiviert lässt sich Zukunft gestalten“, machte Stephan zum Schluss deutlich.

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