Bürgerversammlung 2019

Bürgerversammlung

Frank Schellenberg von Auer Grundbesitz erläutert den Sachstand Neubau des Netto-Marktes in Salching, im Hintergrund Bürgermeister Alfons Neumeier.

Gemeinde ist schuldenfrei

"Gesundes Wachstum" - Neuer Netto-Markt

Salching. (jb) Bei der Bürgerversammlung am Dienstagabend im Bürger- und Kulturtreffpunkt der Gemeinde Salching, in Oberpiebing, hat Bürgermeister Alfons Neumeier, vor rund 100 Zuhörern, einen Überblick über die finanzielle und wirtschaftliche Lage der Gemeinde Salching gegeben. Dabei becheinigte er Salching ein gesundes Wachstum und weiterhin Schuldenfreiheit. Frank Schellenberg, Projektleiter der Auer Grundbesitz GmbH, gab einen Sachstandsbericht über den Bau des neuen Netto-Marktes im Gewerbegebiet Salching. Wie Neumeier eingangs betonte, sehe er die Bürgerversammlung als Ausdruck gelebter Demokratie; die Gemeindebürger über alle Vorhaben zu informieren und sie in die Entscheidungen mit einzubeziehen. „Gerade die Bürgerversammlung leistet hier einen wertvollen Beitrag zur erwarteten Transparenz“, machte Neumeier deutlich. Ganz oben stehen dabei auch die Themen Tradition und Dorfkultur, wo sich das Zusammenleben in der Gemeinde  wiederspiegle. Weil dabei auch das Ehrenamt eine wichtige Rolle spielt, ging der Bürgermeister auch auf die Richtlinien und Satzungen ein, die den Bürgern hier Hilfestellung geben. Die positiven Ergebnisse könne man beispielsweise  bei der Verleihung der Ehrenamtskarte des Landkreises oder der Bürgermedaille der Gemeinde ersehen. Seine weiteren Ausführungen stellte Neumeier unter das Motto „Die Strategie leben und die Zukunft aktiv gestalten.“

 

In seiner zweieinhalbstündigen Power-Point-Präsentation zeigte der Bürgermeister zuerst Auszüge aus der Statistik auf. Danach sind in der Gemeinde gegenwärtig 2741 Einwohner gemeldet. In den neun Gemeinderatssitzungen des laufenden Jahres wurden 143 Tagesordnungspunkte behandelt. Dazu gehören auch 43 private und ein gewerblicher Bauantrag. In dem Zusammenhang bedankte sich der Bürgermeister bei den Gemeinderäten für die gute Zusammenarbeit. Das Haushaltsvolumen für das laufende Jahr beträgt 12,2 Millionen Euro, davon entfallen jeweils eine  Hälfte auf den Verwaltungshaushalt und den Vermögenshaushalt. Die Rücklagen belaufen sich zum Jahresende, nach bereits erfolgter Tilgung der Darlehen, auf rund 250000 Euro. Somit sei die Gemeinde schuldenfrei. Im Zusammenhang mit der Struktur der Gemeinde stehe als zukünftiges Vorhaben der Vitalitätscheck 2.0 der ILE- Gäuboden mit den Themen Innen vor außen (Innenraumverdichtung), Barrierefreiheit, sozialer Wohnungsbau, Wohnen im Alter und Mehrgenerationenprojekt auf der Agenda. Bei der Nahversorgung verwies der Bürgermeister auf die Praxen Allgemeinarzt, Zahnarzt, Physiotherapie  und die Rezeptsammelstelle im Ort. Mit je einem Defibrillator im Bereich der Bücherei und des Bürger- und Kulturtreffpunktes sei auch hier ein Anfang gemacht. Mit dem gegenwärtig im Bau befindlichen Netto-Markt, rückt das Gewerbegebiet „Stadtfeld I“ der Gemeinde Salching in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. An dieser Stelle erteilte der Bürgermeister das Wort dem Projektleiter Frank Schellenberg von der Auer Grundbesitz GmbH. Dieser bedankte sich zuerst bei der Gemeinde Salching für die bisherige Unterstützung, dabei bezog er auch das Landratsamt Straubing-Bogen  mit ein. Wie Schellenberg zum Bauprojekt weiter ausführte, beträgt die Gesamtbaufläche 1215 Quadratmeter und die Verkaufsfläche 771 Quadratmeter. Das integrierte Cafè ist mit Bestuhlung, auch im Freien.  Es gibt 70 Stellplätze. Am 2.Dezember wird im Laden die Arbeit aufgenommen, am 9.Dezember ist die feierliche Übergabe und am 10.Dezember öffnet der Markt für die Öffentlichkeit.

 

Der Bürgermeister fuhr dann mit der Personalentwicklung in der Gemeinde in seiner Berichterstattung  fort. Dabei beträgt der aktuelle Stand in der Kindertagesstätte 19, der Grundschule (mit Ganztag) acht, der Bücherei einen, dem Wertstoffhof zwei, dem Bauhof sieben und dem Reinigungsdienst fünf Mitarbeiter. Eine geraume Zeit nahm wieder die Erläuterung der Finanzlage in Anspruch. Bei den Ausgaben seien die größten Brocken die Kreisumlage mit circa 1,4 Millionen Euro, die VG-Umlage mit circa 450000 Euro. Der Anteil der Gemeinde Salching am Rathausumbau in  Aiterhofen belaufe sich auf circa 400000 Euro. Die Gewerbesteuerumlage schlage mit circa 380000 Euro zu Buche. Für die Kindertagesstätte betragen die Personalaufwendungen 735000 Euro und die Sachaufwendungen 89600 Euro. Bei der Grundschule belaufen sich die Kosten für Ganztagsbetreuung, Reinigung und Schulweghelfer auf circa 162000 Euro, für den Sachaufwand auf 131300 Euro und die Schülerbeförderung 46200 Euro. Die Bildung der Kinder in Kita, Sportverein und Bücherei, lasse sich die Gemeinde rund 750000 Euro kosten. Für den gemeindlichen Bauhof belaufen sich die Personalkosten auf circa 290000 Euro, für den Sachaufwand auf circa 46000 Euro und die Investitionen auf circa 20000 Euro. Bei den Einnahmen rage die Gewerbesteuer mit rund 1,9 Millionen Euro heraus, gefolgt vom Einkommensteueranteil mit circa 1,84 Millionen Euro, der Grundsteuer B mit 350000 Euro, dem Anteil der Umsatzsteuer mit 250000 Euro und dem Einkommensteuer Ersatz mit 130000 Euro sowie die Grundsteuer B mit 54000 Euro. Die Zuwendungen für den Straßenunterhalt belaufen sich auf 66800 Euro. Die Gemeindebücherei mache viel Freude, sagte Neumeier. In den zehn Monaten seit der Eröffnung haben sich 380 Leser registrieren lassen. Von den 11400 Entleihungen entfallen  60 Prozent auf Erwachsene und 40 Prozent auf Kinder und Jugendliche. Neumeier würdigte in dem Zusammenhang die gute Arbeit der Leiterin Sabine Schlosser, die auch zugleich die Vhs-Außenstelle Salching leitet. Seit November 2018 gibt es die „Salchinger Hefte“. Drei Titel wurden bisher von der Gemeinde herausgegeben. Eine Fortsetzung sei geplant. Information und Verkauf gibt es bei der Bücherei. Was das Feuerwehrwese in der Gemeinde anbetrifft, so war der Bürgermeister auch hier voll des Lobes. Sorgen doch bei den Wehren in Salching und Oberpiebing Gemeindebürger auf freiwilliger Basis für unsere Sicherheit. Deshalb freue sich die Gemeinde mit der Feuerwehr Salching auf das Löschfahrzeug LF 20 im kommenden Jahr. Die Gesamtkosten dafür betragen 394000 Euro. Vom Freistaat Bayern gebe es 100000 Euro Zuschuss und vom Landkreis 33300 Euro. Das Energiekonzept der Gemeinde könne sich sehen lassen, befinden sich doch auf den Dächern  allen acht gemeindlichen Gebäuden Photovoltaikanlagen.  Darüberhinaus gebe es in der Gemeinde zwei E-Tankstellen. Auf der Agenda stehe nach wie vor der vollständige Breitbandausbau sowie die Verbesserung des Mobilfunknetzes. Nachdem die Rechtsaufsichtbehörde Nachholbedarf angemeldet hatte, mussten die Friedhofsgebühren neu kalkuliert werden. Diese gelten ab Jahresanfang 2020. Im Zusammenhang mit der  örtlichen Verkehrsüberwachung stellte Neumeier eine leichte  Verbesserung in der Verkehrsdisziplin bei den Kraftfahrern  fest. Zu erwarten sei demnächst die Überwachung des ruhenden Verkehrs; schlechte Zeiten für die Dauerparker. Bezüglich des naturnahen kulturhistorischen Schaugartens in Salching sei festzustellen, dass Besucher von auswärts immer wieder ihre Bewunderung über diese schöne Anlage ausdrücken. Dies sei zum Teil auch auf die Arbeit des OGV Salching  mit ihrer Vorsitzenden Angelika Denk zurückzuführen. Nun stehe die Fortführung der einfachen Dorferneuerung Oberpiebing,  Planabschnitt 4, mit den Umbaumaßnahmen bei den Durchgangsstraßen an. Wie die Jahre zuvor, hatte der Bürgermeister auch dieses Jahr wieder Anlass, sich bei allen, die sich in den Vereinen engagieren und damit den Zusammenhalt in der Gemeinde fördern, zu bedanken. Auch die Zusammenarbeit mit der Pfarrei sei gleichbleibend gut. Das gelte auch für die Dienste  der Seniorenbeauftragten Franz Dünstl und Erika Eisenschink, sowie des Jugendbeauftragten Martin Meilinger. Zu erwähnen sei auch die Caritas-Beratungsstelle in der Gemeinde. Mit der ILE-Gäuboden sei für die sieben Mitgliedsgemeinden eine teilweise Reorganisation in der Verwaltung einhergegangen, die  als Zukunftsmodell für weitere Verbesserungen diene. Mit dem Leitwort „Miteinander wohlfühlen und miteinander zufrieden sein, ist die beste Zukunft“, beendete der Bürgermeister seine Berichterstattung.