Das Ehrenamt ist der Kitt der Gesellschaft (06.12.2018)

Das Ehrenamt ist der Kitt der Gesellschaft (06.12.2018)

„Eines steht fest: Sie tun Gutes! Und dafür sind wir Ihnen sehr dankbar!“, sagte Landrat Josef Laumer am Dienstagabend im Landratsamt, als 200 Bürger die Bayerische Ehrenamtskarte verliehen bekamen. Damit steigt die Zahl der Ehrenamtskartenträger im Landkreis Straubing-Bogen auf die stolze Zahl von 4000. Verbunden mit der Verleihung war ein Ehrenamts-Winterempfang mit bayerischer Musik, Essen und Getränken.

„Viele kirchliche, kulturelle, sportliche und soziale Angebote werden erst durch Ihre ehrenamtliche Arbeit möglich. Sie sind es, die unseren Landkreis so lebens- und liebenswert machen“, sagte Landrat Laumer zu den Ehrenamtlichen, die allesamt einen wertvollen Beitrag für ein schöneres Miteinander leisten, mehr tun als ihre Pflicht und durch dieses ehrenamtliche Engagement auch „die geliebte Heimat Bayern“ zusammenhalten. In seiner Laudatio erinnerte er, dass Ehrenamtliche mithelfen, dass sich Menschen sicher und wohl fühlen; dass Menschen Gemeinschaft erfahren dürfen; dass durch sinnvolle Freizeitbeschäftigungen das Leben vieler bereichert wird. „Das Vergnügen, Gutes zu tun, ist das einzige, dessen man nie überdrüssig wird“, zitierte der Landrat ein altes chinesisches Sprichwort und drückte die Hoffnung aus, dass die zu Ehrenden auch bereits diese schöne Erfahrung machen durften.

Erstmals Schulungen für Vereine angeboten

Gerade im ländlich geprägten Raum werde der gemeinschaftliche Zusammenhalt in großem Umfang von Bürgern bestimmt, die viel Mühe und Fleiß in ihre ehrenamtlichen Aufgaben investieren. So blickte der Landrat auf 710 Millionen Arbeitsstunden im Freistaat Bayern pro Jahr, die von ehrenamtlich tätigen Personen erbracht werden. „Dies entspricht sieben Prozent des gesamten Arbeitsaufkommens und hätte nach der Vergütung mit dem Mindestlohn einen ungefähren Arbeitswert von 6,1 Milliarden Euro“, resümierte Landrat Laumer und nannte dies eine stolze Leistung.Das Landratsamt Straubing-Bogen habe heuer erstmals im Winterhalbjahr an mehreren Abenden Schulungen für vereinsspezifische Themen angeboten, zwei davon in Zusammenarbeit mit der Hanns-Seidel-Stiftung. Im Februar werde ein Abend zum Thema „So präsentiere ich meinen Verein in der Öffentlichkeit“ stattfinden, in einem weiteren Schulungsabend werde es Tipps zur Organisation von Großveranstaltungen geben. Einen weiteren Blick warf der Landrat auf die Jugendarbeit, die vielen Vereinen am Herzen liege. „Die Kinder sind unsere Zukunft und ich bezweifle sehr, ob das Handy oder der Laptop in der Lage sind, Werte wie Kameradschaft, Teamgeist, Zuverlässigkeit und Ausdauer zu vermitteln“, meinte er und bestärkte die Anwesenden in ihrer Jugendarbeit und dabei, Vorbild zu sein.In der Laudatio wurde erwähnt, in wie vielen Bereichen Ehrenamt stattfindet: im Lebendighalten der Kirche, im Einsetzen für die Natur, in verschiedenen Sportarten und gemeinsamen Unternehmungen, bei der Hilfe und Mitarbeit in Freiwilliger Feuerwehr, dem BRK oder THW, im Dienste der Tafel für bedürftige Menschen, beim Katholischen Frauenbund, beim VdK, im musikalischen Bereich und Verschiedenem mehr. „Ich bin dankbar und stolz auf euch“, so der Landrat.

Für Karteninhaber gibt es kleine Vergünstigungen

Um Ehrenamtlichen aus den ganz unterschiedlichen Bereichen von öffentlicher Seite ein kleines Zeichen der Wertschätzung entgegenzubringen, wurde vom bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen die Bayerische Ehrenamtskarte eingeführt. Der Landkreis habe sich bereits 2011 gerne angeschlossen und verleiht seitdem die blaue und die goldene Ehrenamtskarte. Karteninhaber können kleine Vergünstigungen in ganz Bayern in Anspruch nehmen. Im Landkreis Straubing gibt es mittlerweile 66 Akzeptanzstellen, die Nachlässe gewähren.Zur Verleihung rief Landrat Laumer gemeinsam mit stellvertretender Landrätin Barbara Unger namentlich auf und nannte kurz die ehrenamtliche Tätigkeit. Maxi Reiner und Max Schötz spielten die zu Ehrenden zur Übergabe, die Ehrenamtskarten wurden überreicht und gratuliert. Meist kamen die Geehrten als Gemeindegruppe mit ihrem Bürgermeister. Für alle hatten Landräte, Bürgermeister, die anwesenden Fraktionsvorsitzenden des Kreistages sowie die Feuerwehrführungskräfte, BRK-Vertreter oder auch Vereinsvorstände lobende Worte und ein herzliches Dankeschön.Beim anschließenden Winterempfang wurden alle mit Schmankerln verwöhnt und hatten gute Gelegenheit zum Plausch an den vorweihnachtlich geschmückten Stehtischen.

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