Friede ist unschätzbares Gut - Bürgermeister lobte KLJB für Teilnahme (13.11.2016)

Volkstrauertag Aiterhofen 2016

 

Aiterhofen. Am Sonntag beging die Gemeinde Aiterhofen in würdiger Weise den Volkstrauertag, der vom Krieger- und Soldatenverein Aiterhofen mit 1. Vorsitzenden Ernst Limmer organisiert wurde. Die Vereine und Verbände mit Fahnenabordnung, sowie eine Abordnung der Patenkompanie der Bundeswehr mit Hauptmann Ulrich Gold an der Spitze, die Gemeinde mit Bürgermeister Manfred Krä, den beiden Stellvertretern Adalbert Hösl und Manfred Engl, Landrat a. D. Alfred Reisinger, Kreisrat Norbert Buchner sowie Mitglieder des Gemeinderates und einige Gemeindebürger nahmen daran teil. Nach einem Kirchenzug der von den „Hofdorfer Musikanten“ angeführt wurde, fand in der Pfarrkirche St. Margareta ein feierlicher Gedenkgottesdienst statt, der von Pfarrer Johann Christian Rahm zelebriert und von der Musikkapelle mit der Schubert Messe mitgestaltet wurde. Nach dem Gottesdienst formierte sich unter Trommelwirbel ein Schweigemarsch zum Ehrenmal am Herzog-Tassilo-Platz, wo Soldaten der Bundeswehr Ehrenwache hielten. Pfarrseelsorger Johann Christan Rahm sprach an der Gedenkstätte die Segensgebete für die Opfer der Kriege- und Gewaltherrschaft.

 

Bürgermeister Manfred Krä führte eingangs in seiner Rede aus, dass er sich besonders freue, dass bei der Gedenkfeier so viele junge Gemeindebürger vertreten durch eine überaus starke Abordnung der KLJB Aiterhofen teilnehme. Er meinte, in einer friedlich-, freiheitlichen Gesellschaft leben zu können, sei ein sehr hohes und unschätzbares Gut, was gerade unserer jungen Generation immer wieder ins Bewusstsein gebracht werden muss, weil es keine Selbstverständlichkeit sei. Wir haben das große Glück, seit Jahrzehnten ein wichtiger Teil der europäischen Staatengemeinschaft zu sein, die trotz mancher Unzulänglichkeiten sich von einem Kontinent der unsäglichen beiden Weltkriege des letzten Jahrhunderts zu einer Friedensunion und der Stabilität entwickelt hat. An die Zuhörer gerichtet meinte Bürgermeister Krä, die junge Generation sei nicht verantwortlich für das was einmal geschah, aber sehr wohl dafür, was in der Geschichte daraus wird. Alle Mitglieder unserer Gesellschaft müssen zu der Erkenntnis kommen, dass uns der Friede nicht geschenkt wird und aufgrund der weltweiten Kriegs- und Bürgerkriegshandlungen der Gegenwart auch unsere Freiheit gewissen Bedrohungen ausgesetzt sei. Die Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes Aiterhofen, Marianne Wahl, führte aus, dass uns das öffentliche Gedenken an die Opfer von Krieg- und Gewaltherrschaft immer wieder daran erinnert, welch kostbares Gut der Frieden sei, den es tagtäglich nicht nur in Worten, sondern auch durch Taten zu bewahren gilt. Frieden sei kein statischer Zustand sondern vielmehr ein Weg den man Schritt für Schritt beharrlich gehen muss.

 

Ernst Limmer als Vorsitzender des KSV Aiterhofen sagte in seiner Rede, trotz der schrecklichen Erfahrungen der Weltkriege des letzten Jahrhunderts sind auch in der Gegenwart Kriegshandlungen noch längst nicht verschwunden und unschuldige Menschen leiden massiv darunter. Menschen töten und werden getötet oder erleiden fürchterliche Verletzungen an Körper und Seele und fürchten jeden Tag um ihr Leben. Und das nur wenige Flugstunden von uns entfernt und dabei frägt man sich, wann wird das endlich ein Ende haben?

 

Alle Redner legten als äußeres sichtbares Zeichen zur Erinnerung an die Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft, Terror und Vertreibung an der Gedenkstätte Kranzgebinde nieder. Zum Abschluss des Traueraktes intonierte die Musikkapelle das Lied vom guten Kameraden sowie die Bayern- und Deutschlandhymne während sich zum Hall von drei Böllerschüssen die Fahnen der Vereine und Verbände zu Ehren der Opfer senkten.