"I mog meine Gemeinde" (22.09.2018)

"I mog meine Gemeinde" (22.09.2018)

In Salching ist eine attraktive Dorfmitte entstanden.

Straubinger Tagblatt

Ein Zentrum in der Gemeinde bilden, in dem sich die Bürger gerne aufhalten, zusammenkommen und verweilen – das hat Salching erschaffen. Damit erfüllt sich ein lang gehegter Wunsch der Bewohner. Heute befindet sich auf dem ehemals landwirtschaftlich genutzten Hof der Familie Reichen-eder eine offene Ganztagsschule mit direktem Zugang zu der neuen Gemeindebücherei Salching. Jedermann hat dort die Möglichkeit, sich Medien on- und offline mit nach Hause zu nehmen: ein Punkt, der für Alfons Neumeier, den Bürgermeister der Gemeinde Salching, bedeutend war.
„Wir sehen uns als attraktive, innovative, familienfreundliche, bildungsorientierte sowie industrie- und gewerbestandortbekannte Gemeinde. Das fängt bei der Schulbildung an – und kein Weg führt hier an Büchereien vorbei“, so Neumeier. Eine reine Schülerbücherei war bereits vorhanden. Diese wurde nun zur „Gemeindebücherei Salching“ erweitert und beherbergt Bücher, eBooks, Laptops sowie den Service, Medien online auszuleihen. Wer sich einen Eindruck von der Einrichtung verschaffen möchte, kann dies am Montag, 24. September, beim Schautag. Einen Tag später, ab Dienstag, können sich Interessierte Bücher und Co. ausborgen.Das Bürgerhaus wurde im Februar 2016 mit der Architekturschmiede Kirchdorf i. W. geplant. Zehn Monate später fand das Richtfest statt. Im Bürgerhaus befinden sich unter anderem der Bürgersaal, einige Gruppenräume, eine Geschäftsstelle der Sparkasse Niederbayern-Mitte sowie die Außenstelle der Verwaltungsgemeinschaft Aiterhofen.Dort, wo heute die offene Ganztagsbetreuung und die Gemeindebücherei untergebracht sind, stand früher eine Scheune des Bauernhofes der Familie Reicheneder. Diese war ortsbildprägend. Und so war es für die Verantwortlichen selbstverständlich, dass man die Hofsituation wiederherstellte. Bei dem nun gestalteten „Reichenederhof“-Platz treffen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufeinander: Der Hofcharakter ist durch die Anordnung und die Gestaltung der Gebäude erhalten geblieben.
Spielplatz schon fertig

Im kommenden Jahr wird der Innenhof fertiggestellt. Rund um den jetzt schon gebauten Spielplatz sollen Grünstreifen als auch befestigte Flächen entstehen. Ziel ist, dass die Bürger sich in ihrer Dorfmitte wohlfühlen und sie diese mit Freude besuchen. Aus diesem Grund soll einiges geboten werden: Der Plan ist, Dorffeste, Bücherei-Außenveranstaltungen und Jazzkonzerte auf dem Platz stattfinden zu lassen. Durch die Nähe zur Bücherei haben Lesepaten dann auch die Möglichkeit, im Innenhof mit ihren Schülern zu üben. Ein Raum für Jung und Alt – der Gemeinde Salching ist der Aspekt „generationsübergreifend“ wichtig. Die neu geschaffenen Geh- und Fußwege sorgen für mehr Sicherheit im Straßenraum, besonders für Kinder.Stolz ist man auch darauf, den Vorstoß von Ministerpräsident Markus Söders vorab erfüllt zu haben. Dieser hat in seiner Regierungserklärung angekündigt, dass bis 2025 flächendeckend offene Ganztagsbetreuungen angeboten werden sollen. Dies ist in der Gemeinde Salching schon jetzt geschehen. Finanziert wurde das Vorhaben durch die Regierung von Niederbayern, während die neue Bücherei vom Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern getragen worden ist.
Energieoptimierung

Die Energieoptimierung ist einer der Kernpunkt der Gemeinde. Viele Gebäude werden bereits ressourcenfreundlich betrieben. Darunter fällt auch der Zwischenbau des Bürgerhauses. Dieser enthält eine Wärmeschutzverglasung, die den Energiebedarf des Gebäudes senkt. In Kombination mit einer Hackschnitzelanlage im Keller (dabei handelt es sich um ein Contractingverfahren und es beheizt unter anderem die Grundschule, das Bürgerhaus sowie viele Privathaushalte) und der Photovoltaikanlage auf der Südseite des Daches wurde den Ansprüchen des Bauherrn an Energieoptimierung Rechnung getragen.Bürgermeister Alfons Neumeier hat 2014 mit der Maxime sein Amt begonnen, die Bürger in den Mittelpunkt seines Schaffens zu stellen. Für ihn zählt der Ausbau der Lebensqualität für alle Menschen in Salching. Deshalb war er auch die treibende Kraft, die Gemeindemitte zielführend zu erneuern. Seine Arbeitsweise beschreibt er mit seinem selbst entworfenen Wappen der Gemeinde, mit dem Slogan „I mog meine Gemeinde“. Darauf zu sehen ist eine stilisierte Blume mit einem großen Herz als Blüte sowie einem @-Zeichen. „Die Gemeinde Salching blüht auch in Zukunft“, erklärt er. Dabei werden die Digitalisierung sowie das Miteinander (symbolisiert durch das Herz) nicht vergessen. „Wir in der Gemeinde arbeiten Hand in Hand.“ Daraus entstanden ist eine attraktive Dorfmitte, die die Bürger annehmen.

 

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