Kranz niedergelegt

Kranz niedergelegt

Der KSK-Vorsitzende Roland Plendl bei seiner Ansprache am Kriegerdenkmal, mit (von links) Pfarrer Dr. Raphael Mabaka, Oberstabsfeldwebel Günther Hahn, Oberstleutnant Rainer Grießbaum, Bürgermeister Alfons Neumeier und Fahnenmutter Hedwig Obermeier. Foto: jb

KSK beging wieder den Kriegerjahrtag

 

Oberpiebing. (jb) Mit ihrem Kriegerjahrtag am Sonntag ist die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Oberpiebing der einmal übernommenen Verpflichtung, der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege ehrend zu gedenken, bis heute treu geblieben.Im Mittelpunkt des Festes stand der Gottesdienst in der Pfarrkirche, der von Pfarrer Dr. Raphael Mabaka zelebriert und vom Männerchor der Pfarrei, unter der Leitung von Wolfgang Krinner, musikalisch umrahmt wurde.In seiner Predigt blickte der Pfarrer, der erst vor vier Tagen von seinem Heimaturlaub aus dem Kongo wieder in seine Pfarrei nach Bayern zurückgekehrt war, auf das von Unruhen gebeutelte afrikanische Land. Die Menschen dort seien aufgewühlt und es bestehe keine Absicht zum Frieden. Jeder denke nur an sich und nicht an den anderen. Darum bitten wir Gott um Frieden in der Welt und in den Herzen der Menschen. Jesus sagt: „Meinen Frieden gebe ich euch.“ Gott hat uns den Frieden gegeben, ihn gilt es zu bewahren.

Überfall auf Polen

Nach dem Gottesdienst bildeten die Vereine mit ihren Fahnen am Kriegerdenkmal nebenan einen würdigen Rahmen für das Totengedenken, das von der Blaskapelle „Brandlberger Buam“ mit einem Choral eingeleitet wurde. Auf die Gebete des Pfarrers folgte die Ansprache des KSK-Vorsitzenden Roland Plendl. Dieser ging auf den Überfall Deutschlands am 1. September 1939 auf Polen ein, wodurch der Zweite Weltkrieg entbrannte. 55 Millionen Menschenleben habe dieser Krieg gefordert, eine erschreckende Zahl.

„Fehler nicht wiederholen“

„Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir können uns dafür einsetzen, dass sich die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen“, machte Plendl deutlich. Während der Vereinsvorsitzende einen Kranz niederlegte, intonierte die Blaskapelle das Lied vom guten Kameraden. Mit der Nationalhymne ging das Gedenken zu Ende.Der Festzug durch das fahnengeschmückte Dorf endete beim Bürger- und Kulturtreffpunkt Oberpiebing. Im Beisein von Pfarrer Dr. Raphael Mabaka, Bürgermeister Alfons Neumeier und der Gemeinderäte Erika Eisenschink, Petra Grießbaum und Peter Pangerl, von Altbürgermeister Franz Richter, Ehrenvorsitzendem Josef Bierl, Fahnenmutter Hedwig Obermeier, Oberstleutnant Rainer Grießbaum und Oberstabsfeldwebel Günther Hahn würdigte Plendl die Teilnahme der Hubertusschützen, der FFW Oberpiebing und des Burschenvereins Matting mit ihren Fahnen am Kriegerjahrtag. Bürgermeister Alfons Neumeier dankte der KSK für die öffentliche Durchführung des Kriegerjahrtages, wodurch „…den Kriegstoten eine bleibende Erinnerung zuteilwird“. Nach dem Mittagessen ging der Jahrtag mit einem kameradschaftlichen Beisammensein zu Ende, wobei die Blaskapelle für den richtigen Ton sorgte.