ILE lernt von ILE

Vertreter der ILE Ilzer Land zu Besuch bei der ILE Gäuboden in Aiterhofen.

Die Kommunen der ILE Ilzer Land blicken beim Besuch in der ILE Gäuboden über den Tellerrand

Interessierte Vertreterinnen und Vertreter der Ilzer Land Kommunen besuchten die ILE Gäuboden. Die ILE Ilzer Land umfasst 12 Kommunen in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Passau. Für die Teilnehmenden war es eine wichtige Exkursion, um wertvolle Kontakte zu knüpfen und neue Impulse zur interkommunalen Zusammenarbeit in das eigene ILE-Gebiet zu nehmen.

Herausforderungen wie unter anderem weniger finanzielle Mittel, Fachkräftemangel und überlastetes Personal beschäftigen Kommunen allerorts. Die sieben Gemeinden der ILE Gäuboden sind mit ihrem Ansatz zur Verwaltungszusammenarbeit Vorreiter auf dem Gebiet. In seinem Vortrag im Sitzungssaal der Gemeinde Aiterhofen gab Adalbert Hösl, Bürgermeister der Gemeinde, der ILE Ilzer Land Einblicke in den Lösungsweg: „Angefangen hat es mit der interkommunalen Zusammenarbeit mit ersten Gesprächen 2011, offiziell 2012 mit der Unterzeichnung einer Zweckvereinbarung, insbesondere im Bereich Standesamt. Oft läuft so ein wichtiges und durchaus aufwändiges Tätigkeitsgebiet beim Geschäftsleiter nebenbei mit – Zeitmangel und Überlastung inklusive. Wir haben nun für unsere ILE-Gemeinden ein geteiltes und bestens geschultes Personal, das die Verwaltungsaufgaben in diesem Bereich für alle Mitgliedskommunen übernimmt. Das ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden entlastet, alle Fälle – auch schwierige – können von fachkundigem Personal mit hoher Qualität bearbeitet werden und im Idealfall werden auch noch Kosten eingespart. Die Qualität steht dabei für unsere Kommunen im Vordergrund. Wir möchten unseren Bürgerinnen und Bürgern gute und schnelle Services bieten, ohne unser Personal zu überlasten. Dabei geht es überwiegend um unsichtbare Arbeiten im Hintergrund. Ein bisschen Eigenständigkeit wollen wir uns natürlich bewahren. Geheiratet werden kann daher nach wie vor in jeder Gemeinde vor Ort, ein Vorteil auch aus Sicht der Bürgerschaft.“

Auch die Bereiche Personalverwaltung, Rentenstelle und auch Steuer- und Veranlagungsstelle werden zentral von verschiedenen Mitgliedsgemeinden der ILE Gäuboden bearbeitet. Dadurch konnte die Qualität in allen Sachbereichen spürbar erhöht werden und das Personal kann sich wieder mehr den eigentlichen Kernkompetenzen widmen. Die teilnehmenden Vertreterinnen und Vertreter der ILE Ilzer Land, darunter unter anderem Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Geschäftsleiter und das ILE-Team, zeigten sich begeistert vom Ansatz.

2-in-1-Lösung für Schule und Bürgerhaus

Anschließend besuchte die Delegation das neu errichtete Schulersatzgebäude in Oberschneiding. Konrad Schmerbeck, Vorsitzender der ILE Gäuboden 2026 und Bürgermeister von Oberschneiding erläuterte das durchdachte Konzept des Gebäudes, das zunächst während der Sanierung der Grundschule als Lernort dient und anschließend mit geringem Umbauaufwand zu einem modernen Bürgerhaus umfunktioniert wird. Die bereits bei der Planung berücksichtigte Mehrfachnutzung ermöglicht eine nachhaltige und wirtschaftliche Verwendung des Gebäudes.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ILE Ilzer Land – darunter Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Geschäftsleiter sowie das ILE-Management – zeigten sich beeindruckt von den praxisnahen und kreativen Lösungen der ILE Gäuboden. Werner Weny, 1. Vorsitzender der ILE Ilzer Land, bedankte sich herzlich für den offenen Austausch und die wertvollen Einblicke. Gleichzeitig sprach er eine Einladung zu einem Gegenbesuch ins Ilzer Land aus, die von den Vertretern der ILE Gäuboden gerne angenommen wurde.