Auf einer rund 7.500 Quadratmeter großen Fläche am „Bergfeld“ setzt die Gemeinde Salching ein sichtbares Zeichen für den naturnahen Klimaschutz. Das Projekt wurde im Rahmen des KfW-Förderprogramms „Naturnaher Klimaschutz in Kommunen“ – Zuschuss Nr. 444 – umgesetzt. Ziel ist es, ökologische Potenziale innerhalb des Siedlungsgebiets zu stärken und gleichzeitig einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Im Mittelpunkt der Maßnahme steht die naturnahe Gestaltung der kommunalen Grünfläche. Durch eine standortgerechte Entwicklung soll die Fläche künftig mehr CO₂ binden, die Biotop- und Artenvielfalt erhöhen und den natürlichen Wasserrückhalt verbessern. Damit trägt das Vorhaben dazu bei, die Folgen des Klimawandels abzumildern und den Lebensraum im Gemeindegebiet ökologisch aufzuwerten.
Neben der konkreten Gestaltung der Projektfläche wird auch das Grünflächenmanagement der Gemeinde weiterentwickelt. Ergänzend zu den baulichen und landschaftsplanerischen Maßnahmen wurde ein Grünflächenpflegekonzept erarbeitet. Dieses soll eine langfristig naturnahe und fachgerechte Pflege der kommunalen Grünflächen sicherstellen. Dabei werden insbesondere die Anforderungen verschiedener Lebensräume, die Förderung heimischer Pflanzenarten sowie ein schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen berücksichtigt.
Im Zuge des Förderprogramms konnten zudem technische Geräte für die Mahd angeschafft werden. Zur neuen Ausstattung gehören eine ferngesteuerte Mähraupe die auch an schwer zu erreichende Stellen kommt und ein Aufsitzmäher, beide mit einer Insektenscheuche versehen welches die Tiere vorher zum Wegfliegen animiert und Sie dadurch nicht in die Mähköpfe oder Ansaugeinrichtungen geraten. Die neue Ausstattung ermöglicht eine an die jeweiligen Flächen angepasste Pflege und unterstützt die Gemeinde dabei, die ökologischen Ziele des Projekts dauerhaft umzusetzen.
Der Antrag auf Bezuschussung wurde bei der KFW-Förderbank im Jahr 2024 gestellt und bewilligt. Noch im selben Jahr erhielt das Planungsbüro Heigl den Auftrag, die erforderlichen Planungen zu übernehmen. Die Vergabe für die Herstellung der Fläche konnte Herr Andreas Kofler für sich entscheiden. Die Umsetzung der Arbeiten erfolgte fristgerecht und wurden bis Ende Juli 2026 abgeschlossen.
Mit dem Projekt am Bergfeld verbindet die Gemeinde Salching ökologische Entwicklung, nachhaltige Pflege und kommunale Klimavorsorge. Die Fläche soll sich langfristig zu einem wertvollen Bestandteil des örtlichen Grünsystems entwickeln und zugleich beispielhaft zeigen, wie naturnaher Klimaschutz auch in Siedlungsgebieten wirksam umgesetzt werden kann. Zum Schutz wird für die ersten Jahre die Fläche noch von einem Verbisszaun geschützt. Bei gesundem Bewuchs wird dieser dann weichen und es wird eine offene Fläche entstehen.
Durch die Kombination aus Flächenaufwertung, angepasstem Pflegemanagement und geeigneter technischer Ausstattung schafft die Gemeinde Salching die Voraussetzungen für eine dauerhaft positive Entwicklung. Das Vorhaben leistet damit nicht nur einen Beitrag zur Verbesserung des Ortsbildes, sondern stärkt auch die ökologische Widerstandsfähigkeit Salchings und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger.
