Cowboyhut statt Zylinder: Westernreiten sorgt für echtes Ranch-Feeling in Oberpiebing

Reiterin

Am 18. Oktober wird es auf dem Gelände der Oberpiebing Horse Days einmal ganz anders als gewohnt: Statt eleganter Dressurlektionen und spektakulärer Springparcours stehen diesmal Cowboyhüte, Westernsättel und echtes Ranch-Feeling im Mittelpunkt. Die Zuschauer dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Turnier freuen, das nicht nur spannende Wettkämpfe, sondern auch einen Einblick in die vielseitige Welt des Westernreitens bietet.

Wer die Oberpiebing Horse Days kennt, erinnert sich an die eleganten Pferde, die am Dressurwochenende scheinbar mühelos durch das Viereck tanzen, oder an den Nervenkitzel beim Springreiten, wenn beim Großen Preis jede Sekunde und jeder Sprung zählt. Am 18. Oktober erwartet die Besucher nun eine ganz andere Art des Pferdesports. Mit Cowboyhut, Hemd und Westernsattel ausgestattet, zeigen die Reiter, was in ihren Pferden steckt – und dass es dabei längst nicht nur um Geschwindigkeit geht.

Geschicklichkeit, Vertrauen und echtes Ranch-Handwerk

Besonders die Prüfungen Ranch Trail und Ranch Riding versprechen spannende Einblicke in die ursprüngliche Arbeit mit dem Pferd. Hier geht es darum, Aufgaben möglichst gelassen, präzise und harmonisch zu meistern. Enge Wendungen, wechselnde Tempi und Hindernisse, die man aus dem klassischen Turniersport eher nicht kennt, fordern Pferd und Reiter gleichermaßen.

Im Ranch Trail müssen die Teilnehmer unter anderem eine Brücke überqueren, ein Tor öffnen, hindurchreiten und wieder schließen sowie verschiedene Stangenhindernisse passieren. Dabei sind nicht nur Geschicklichkeit und Gehorsam gefragt, sondern vor allem das Vertrauen zwischen Menschen und Tier. Die Ranch Riding wiederum stellt die Bewegungen und Manöver in den Mittelpunkt, die auch bei der täglichen Arbeit auf einer Ranch gebraucht werden. Die Prüfungen zeigen eindrucksvoll, wofür Westernpferde ursprünglich gezüchtet wurden: für zuverlässige und vielseitige Arbeit mit dem Menschen.

Spannung bis zur letzten Prüfung: Das Finale des Western-Cups

Zusätzliche Spannung verspricht die Veranstaltung durch ihre Bedeutung für die Gesamtwertung: Die Prüfungen Ranch Trail und Ranch Riding sind Bestandteil des Western-Cups der Pferdesportgemeinschaft Ostbayern e. V. In Oberpiebing findet das Finale statt. Damit geht es nicht nur um gute Platzierungen an diesem Turniertag, sondern auch um die entscheidenden Punkte für die Jahreswertung. Am Ende wird feststehen, wer sich den Gesamtsieg des Western-Cups 2026 sichern kann.

Für Teilnehmer und Zuschauer dürfte damit bis zum Schluss für Spannung gesorgt sein. Schließlich kann jede gelungene Aufgabe entscheidend sein, wenn es um die begehrte Spitzenposition in der Gesamtwertung geht.

Auch der Nachwuchs kommt in den Sattel

Dass beim Westernturnier nicht nur die erfahrenen Reiter im Mittelpunkt stehen, ist den Veranstaltern besonders wichtig. Auch für die jüngsten Pferdefreunde ist einiges geboten. Beim geführten Trail können Kinder erste Turnierluft schnuppern und gemeinsam mit ihrem Pferd oder Pony einen kleinen Hindernisparcours bewältigen. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei altersgerecht angepasst, eine führende Person sorgt für zusätzliche Sicherheit.

Für etwas ältere Nachwuchsreiter gibt es außerdem die Möglichkeit, in den Walk-Trot-Prüfungen anzutreten. Wie der Name bereits verrät, werden diese Prüfungen ausschließlich im Schritt und Trab geritten. So können auch junge Reiter ihr Können unter Beweis stellen und wertvolle Turniererfahrung sammeln, ohne dass Galopp oder hohe Geschwindigkeiten gefordert sind.

Ein Turniertag für Pferdefreunde und Neugierige

Ob eingefleischter Westernfan, begeisterter Pferdesportler oder neugieriger Besucher, der diese Disziplin einmal kennenlernen möchte: Das Westernturnier am 18. Oktober verspricht Abwechslung für Groß und Klein. Zwischen Cowboyhüten, anspruchsvollen Trail-Hindernissen und spannenden Entscheidungen im Western-Cup-Finale gibt es viel zu entdecken.

Die Oberpiebing Horse Days zeigen damit einmal mehr, wie facettenreich der Pferdesport sein kann. Und vielleicht wird der eine oder andere Zuschauer nach diesem Tag feststellen, dass hinter dem Cowboy-Klischee aus Film und Fernsehen weit mehr steckt als ein lässiger Hut und ein Westernsattel – nämlich jede Menge Können, Vertrauen und die besondere Partnerschaft zwischen Pferd und Reiter.

Foto/Text: Franz Dengler