Verabschiedung der Gemeinderätinnen und Gemeinderäte

Bürgermeister Alfons Neumeier mit den Alt-Gemeinderäten: Georg Achatz, Erika Eisenschink, Martin Meilinger, Gerolf Weinzierl, Dr. Franz Able und 2. Bürgermeisterin Petra Grießbaum.

Am Freitagabend stand beim Zusammentreffen der Gemeinderäte nicht die politische Debatte im Mittelpunkt, sondern der Dank an jene Menschen, die über viele Jahre Verantwortung für ihre Heimat übernommen haben. Gemeinsam mit den neu gewählten Gemeinderäten verabschiedete die Gemeinde sechs langjährige Ratsmitglieder, die zwischen zwölf und 24 Jahren ehrenamtlich im Gemeinderat tätig waren.

In einer bewegenden Laudatio würdigte Bürgermeister Alfons Neumeier das außerordentliche Engagement der ausscheidenden Gemeinderätinnen und Gemeinderäte. „Heute verabschieden wir Menschen, die über zwei bis vier Wahlperioden hinweg Verantwortung getragen haben – mit vielen Sitzungen, intensiven Diskussionen, schwierigen Entscheidungen und oftmals auch mit persönlichen Zurückstellungen zugunsten des Ehrenamtes“, betonte Neumeier.

Besonders hob der Bürgermeister hervor, dass Kommunalpolitik direkt bei den Menschen beginne: „Nicht in großen Schlagzeilen, sondern vor der eigenen Haustüre.“ Genau dort werde entschieden, wie sich eine Gemeinde entwickle, wie lebenswert sie bleibe und wie das Zusammenleben gestaltet werde. Das langjährig gelebte Motto „I mog meine Gemeinde“ sei dabei mehr als nur ein Slogan – es sei Ausdruck echter Verbundenheit mit der Heimat.

Neumeier dankte nicht nur den Geehrten selbst, sondern ausdrücklich auch deren Familien und Partnern, die dieses zeitintensive Ehrenamt über viele Jahre hinweg mitgetragen hätten. „Ihr habt mitgearbeitet, mitdiskutiert, manchmal auch gerungen und Kompromisse gefunden – immer mit dem Ziel, das Beste für unsere Gemeinde zu erreichen“, sagte der Bürgermeister.

Gleichzeitig richtete er den Blick nach vorne und sprach den neu gewählten Gemeinderäten der Wahlperiode 2026 bis 2032 seinen Dank aus. Gerade in der heutigen Zeit sei ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso wichtiger sei es, dass Menschen bereit seien, Zeit, Ideen und Verantwortung für ihre Gemeinde einzubringen.

Im Anschluss überreichten Bürgermeister Alfons Neumeier und Petra Grießbaum Dankesurkunden sowie kleine Geschenke als Zeichen der Anerkennung. Dabei wurde der offizielle Teil des Abends immer wieder von humorvollen Anekdoten aus den langjährigen Amtszeiten der Geehrten aufgelockert. Mit einem Augenzwinkern erinnerten sich die ehemaligen Gemeinderäte an kuriose Sitzungen, hitzige Diskussionen und manch besonderen Moment aus ihrer kommunalpolitischen Laufbahn.

Geehrt wurden:  Georg Achatz für 24 Jahre, Gerolf Weinzierl für 19 Jahre, Dr. Franz Able für 18 Jahre, Erika Eisenschink und Martin Meilinger für 12 Jahre. Entschuldigt war: Manfred Pöschl mit 24 Jahre Gemeinderat.

Ein Ratschlag zog sich dabei wie ein roter Faden durch alle Wortbeiträge: fair miteinander umgehen, hart in der Sache diskutieren, aber menschlich bleiben. Auch nach kontroversen Debatten müsse es möglich sein, gemeinsam am Tisch zu sitzen und bei einem Bier das Wohl der Gemeinde über alles zu stellen.

In genau diesem Geist klang der Abend schließlich aus – mit vielen persönlichen Gesprächen, gegenseitigem Respekt und dem gemeinsamen Gefühl, dass eine Gemeinde dort Zukunft hat, wo Menschen Verantwortung übernehmen und zusammenhalten.